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br-columbanus
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im Dezember 2017 in Köln

Zu Dir hob ich meine Seele empor: Mein Gott, auf Dich vertraue ich. (Ps 25,1–2) Als dieser Vers in alter gre­go­ria­ni­scher Weise erklang, war das neue Jahr gekommen. Wieder beginnt die Kirche aufs Neue den Zyklus der ihr anver­trau­ten Feste, und sie tut dies, indem sie die Ankunft ihres Herrn erwartet: Des Herrn in der Krippe, klein und unschein­bar zunächst, des Herrn aber auch, der kommen wird auf strah­len­den Wolken, zurecht zu bringen den Erdkreis.

nov-david
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im November 2017 in Bad Godesberg

Lob und Preis allen Seinen Heiligen von den Söhnen Israels, dem Volke, das sich Ihm naht. Antiphon zum Fest Aller­hei­li­gen „Hymnus omnibus“ Unser Konvent traf sich in der Oktave von Aller­hei­li­gen — dem Fest, an dem wir aller uns vor­an­ge­gan­ge­nen Glieder der Kirche gedenken, die schon zur Voll­endung gelangt sind. Als Novize der Bru­der­schaft durfte ich bisher einfach teil­neh­men.

br-barnabas
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im Oktober 2017 in Bad Godesberg

Das Heil in der Zeit: Gott loben und dankbar sein Wenn wir zu unseren Kon­ven­ten als Geschwi­ster und Gäste einmal im Monat zusammen kommen, bilden wir als Gemein­schaft im Kleinen ab, was die Kirche im Großen zu allen Zeiten und an allen Orten in Treue hält und pflegt: den Dienst vor Gott in Opfer, Lob und

br-columbanus
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im Mai 2017 in Bad Godesberg

Ich gehe zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von Euch fragt mich: Wohin gehst Du? Hal­le­lu­ja hal­le­lu­ja. (Joh 16, 5) Diese Antiphon greift ein Wort auf aus dem Evan­ge­li­um des Sonntags Cantate, an dessen Vorabend wir uns zum Konvent treffen und durch GOttes Gnade gemein­sa­me Zeit in Gebet und geschwi­ster­li­chem Aus­tausch ver­brin­gen durften. Es ist in der ersten Vesper des Sonntags vor­an­ge­stellt dem Magni­fi­cat, dem hohen Lob­ge­sang Mariens, und die Kirche hat ihm in ihrer uner­schöpf­li­chen ästhe­ti­schen Weisheit eine Melodie im ersten Ton gegeben, der nach der Tra­di­ti­on der Zister­zi­en­ser auch tonus solemnis (fei­er­li­cher Ton) genannt wird. Zugleich mit der erha­be­nen Schön­heit eignet ihm jene Melan­cho­lie, die jedem wahren Feste angehört, das sich nicht im Event seines Voll­zu­ges erschöpft, sondern im Augen­blick über sich hin­aus­weist auf den großen Zusam­men­hang aller Feste: das Heils­ge­sche­hen GOttes.

br-cyprian
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im April in Bonn und Diakonatsweihe in Berlin

Siehe, eine Jungfrau ist schwan­ger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel. (Jes 7,14) Wenn man dem Wort des Pro­phe­ten Jesaja einen festen Tag im Kir­chen­jahr geben wollte, so würde er seinen Platz wohl irgendwo in dieser Zeit des jetzigen Konvents ein­neh­men. Eine Woche nach dem Fest der Ver­kün­di­gung Marien durch den Erzengel Gabriel, das die Kirche neun Monate vor dem Weih­nachts­fest am 25. März begeht, haben wir uns in klein­ster Runde getrof­fen. Der Konvent musste sich in diesem Monat zum ersten Male auf­tei­len, da wir als Orden die große Freude hatten, dass ein Mit­bru­der einer befreun­de­ten Gemein­schaft in Berlin zum Diakon der Kirche geweiht worden ist.

br-pirminius
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im März 2017 in Köln

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils! (2Kor 6,2b) Wieder ist die Kirche in ihrem Jah­res­lauf in den öster­li­chen Fest­kreis ein­ge­tre­ten und hat uns mit der Vor­fa­sten­zeit eine gründ­li­che Vor­be­rei­tung der öster­li­chen Buß- und eigent­li­chen Fasten­zeit geschenkt, die wir nun begonnen haben – carne vale!

br-cyprian
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im Februar 2017 in Bad Godesberg

Eines bitte ich vom HErrn, das hätte ich gerne: * dass ich ihm Hause des HErrn bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die Schön­heit des HErrn * und seinen Tempel zu betrach­ten. (Ps 27,4 nach Luther 2017) Die alten Lieder Israels berühr­ten mein Herz seit dem Zeit­punkt, da ich sie das erste Mal in der Kirche erklin­gen hörte. Sie erzählen mit ihrer herben Stimme von allen Zeiten, da der Mensch vor Gott steht, und schenken ihm Worte, wo er nur blass ver­stum­men kann.

br-barnabas
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im Dezember 2016 in Köln

Und immer wieder das gleiche? Einmal im Monat treffen sich die Geschwi­ster des Regio­nal­kon­vents West der Hoch­kirch­li­chen St.-Johannes-Bruderschaft – und man könnte denken, der äußer­lich immer gleiche Ablauf müsste mit der Zeit zur Ermüdung führen: Anreise von Nah und Fern, Her­rich­tung der Kapelle durch einige treue Geschwi­ster, um 14 Uhr die Non, dann Kaf­fee­trin­ken, Vortrag, Aus­tausch, um 18 Uhr die Vesper oder die Feier der Eucha­ri­stie, danach Abend­essen, um 22.00 oder 22.30 Uhr die Komplet, danach Rückbau der Kapelle, Abschied­neh­men, Abreise. Man könnte auch an die US-ame­­ri­­ka­­ni­­sche Film­ko­mö­die „Und täglich grüßt das Mur­mel­tier“ von 1993 denken, in der ein ego­zen­tri­scher Medi­en­mensch jeden Tag den immer gleichen Ablauf der Ereig­nis­se erlebt: er hängt in einer Zeit­schlei­fe fest, bis er als geläu­ter­ter Mann sein Leben fort­set­zen kann.

nov-malte
Kommentare deaktiviert für Einkleidung auf dem Schwanberg 2016

Weit breitet sich das Land unter den Schwan­berg. Schon in der Mor­gen­frü­he vor dem weichen Son­nen­auf­gang von Osten her läuten die Glocken zum Gebet. Johan­nes­brü­der gleiten in ihren Gewän­dern wie weiße Schemen, gleich­sam Vorboten des auf­däm­mern­den Tages, über den Innenhof des Schlos­ses, dessen Wurzeln zurück bis ins 13. Jahr­hun­dert reichen. Die kleine Kapelle leuchtet schon warm vom Ker­zen­licht ins Dunkel der äußeren Welt, gerahmt steht das auf­ge­rich­te­te Kreuz in der Mitte des Altars, auf den hin sich die Geschwi­ster zum Mor­gen­ge­bet, den Laudes, ver­sam­meln. Keiner sagt ein Wort, den Guten­mor­gen sagt ein Kopf­nicken und ein wacher Blick, wo sich ihre Wege kreuzen. Das bele­ben­de Schwei­gen sammelt sich im kleinen Ora­to­ri­um, der Türhüter schließt, und nur durch ein kleines Fenster dringt ein feiner Gesang nach außen: „Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund Deinen Ruhm ver­kün­di­ge!“ Sie beten heute wie immer, doch auch nicht ganz wie immer.

sr-hannah
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im September 2016 in Köln

Ich will hin­ein­ge­hen zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist. … Diesmal also wieder in Köln! Und diesmal besuchte uns unser Apo­sto­li­scher Vor­ste­her und wir konnten uns deshalb freuen, wieder Eucha­ri­stie feiern zu können. Neben dem ‚Aufwand‘, der für die Liturgie nötig ist, gibt es aber auch noch den nicht ganz so offen­sicht­li­chen Aufwand, einen Bespre­chungs­raum mit einer halbwegs gemüt­li­chen Kaf­fee­ta­fel zu bestücken. Solange die Brüder mit den Uten­si­li­en für die Liturgie noch nicht da waren, hatte ich dafür genug Zeit und Muße. Außerdem musste ich mich dringend nochmals mit den Gesängen für die Non und für die Messe befassen. Bei beidem sollte ich nämlich den ‚Job‘ des Kantors über­neh­men – und die Gesänge wollten einfach nicht so ins Hirn, wie ich das wollte! Es stellte sich dann aber zum Glück heraus, dass ich es nicht allein singen musste.