Detail der Stickerei eines Pluviale — Regionalkonvent im September 2017 Köln
br-pirminius
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Aller guten Dinge sind drei …

Betrach­ten wir das große Geheim­nis unseres Glaubens als Christen, so kommt der Zahl drei die zen­tral­ste Rolle zu, beschreibt sie doch das innerste Wesen Gottes, Seine aller­hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit: Der Vater, der alles geschaf­fen hat, Himmel und Erde, die sicht­ba­ren und die unsicht­ba­ren Dinge; der Sohn, der Fleisch ange­nom­men hat aus der Jungfrau Maria, als Mensch auf Erden gelebt und gelitten hat, am Kreuz zu unserem Heil geopfert wurde und von den Toten auf­er­stand, um uns Ver­ge­bung der Sünden und ewiges Leben zu erlangen; der Geist, der vom Vater ausgeht und mit dem Vater und dem Sohn ange­be­tet und ver­herr­licht wird, der durch den Mund der Pro­phe­ten geredet hat und zum Unter­pfand der Kirche wurde, der die Jünger zu Aposteln machte und durch ihre Nach­fol­ger bis heute in Seiner Kirche wirkt, sie belebt, leitet und führt bis zum Tage der Wie­der­kunft Christi in Macht und Herrlichkeit.

Altar zur Non — Regionalkonvent im September 2017 Köln

In diesem Jahr 2017 erleben wir zwei große, omni­prä­sen­te Welt­ju­bi­lä­en: 500 Jahre luthe­ri­sche Refor­ma­ti­on und 100 Jahre Mari­en­er­schei­nun­gen von Fatima. Abseits davon reiht sich für uns als Teil­kon­vent unserer größeren Ordens­ge­mein­schaft noch ein drittes „Jubiläum“ ein, nämlich drei Jahre des Bestehens unseres Regio­nal­kon­vents am Rhein. Seit wir uns im August 2014 kon­sti­tu­ier­ten, haben sich viele Dinge für uns ver­än­dert, hat sich unser Leben vorort aus der Gesamt­ge­mein­schaft unseres Ordens heraus ent­fal­tet und eine feste Struktur ent­wickelt, und dankbar erleben wir, wie dieses Leben auch wieder segens­voll in die Gesamt­ge­mein­schaft zurück­strahlt. Drei Jahre, das war für uns nun die Gele­gen­heit, in der Stille und Abge­schie­den­heit der Kon­vents­klau­sur im Gespräch mit Gott und mit­ein­an­der diese ver­gan­ge­ne Zeit zu resü­mie­ren, die Gegen­wart wahr­zu­neh­men und uns für das Kommende zu rüsten. Für eine Gemein­schaft ist die con­so­la­tio fratrum uner­läß­lich, um von innen heraus gestärkt segens­voll nach außen wirken zu können – unserem Auftrag gemäß hinein in die Eine, Heilige, Katho­li­sche und Apo­sto­li­sche Kirche.

Brüder beim Aufbau — Regionalkonvent im September 2017 Köln

Sieh, wie lieblich und wie fein / ist’s, wenn Brüder fried­lich sein: /
wenn ihr Tun ein­träch­tig ist, / ohne Falsch­heit, Trug und List.

Diesen ja verheißt der Herr / reichen Segen nach Begehr, /
und das Leben in der Zeit, / wie auch dort in Ewigkeit.

Sonne der Gerech­tig­keit, / gehe auf zu unsrer Zeit; /
leucht auf Deiner Kirche Bahn, / daß zum Ziel sie laufen kann.

Sammle, großer Men­schen­hirt, / alles, was sich hat verirrt; /
laß in Deinem Gna­den­schein / alle ganz ver­ei­nigt sein.

Kraft, Lob, Ehr und Herr­lich­keit / sei dem Höchsten allezeit, /
der, wie Er ist Drei in Ein, / uns in Ihm läßt Eines sein! / Amen.

(nach Psalm 133; Hym­no­lo­gi­um der Katho­lisch-Apo­sto­li­schen Gemein­den Nr. 119, 1–3.5.7)

Fenster der St. Canisiuskapelle — Regionalkonvent im September 2017 Köln