sr-hannah
Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im Juni 2017 in Köln
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Du sendest aus Deinen Odem, so werden sie geschaffen,
und Du machst neu die Gestalt der Erde.
(Psalm 104, 30)

Am 3. Juni hatten wir die seltene Gele­gen­heit, im Rahmen unseres monat­li­chen Kon­ven­tes eine der tra­di­tio­nel­len Vigil­fei­ern mit­ein­an­der begehen zu können. Möglich wurde das unter anderem, weil sich unser Apo­sto­li­scher Vor­ste­her zu uns auf den Weg gemacht hat.

Wie in der Oster­nacht, so wurde tra­di­tio­nell auch in der Nacht vor Pfing­sten den Katechu­me­nen (Tauf­be­wer­bern) die Taufe erteilt, vor allem denen, die an Ostern durch Krank­heit ver­hin­dert waren. Deshalb gleicht die Pfingst­vi­gil der Vigil von Ostern. Der Heilige Geist, der „das Ange­sicht der Erde erneuert“, erneuert auch die Täuf­lin­ge in der Taufe.

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Der erste Teil der Liturgie mutet eher streng und redu­ziert an und ist kon­zen­triert auf das Wort. Die 6 Lesungen aus dem Alten Testa­ment gleichen einer ver­dich­te­ten Tauf­kat­e­che­se – nur unter­bro­chen durch einige Gesänge, die die direkte Fort­füh­rung der Lesungs­tex­te dar­stel­len, und einige Gebete.

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O Gott, Du hast uns durch den Mund der Pro­phe­ten geboten, das Zeit­li­che zu ver­las­sen und nach dem Ewigen zu eilen; so gib uns, Deinen Dienern, die Gnade, dass wir unter Ein­wir­kung des Himmels zu erfüllen vermögen, was wir als Dein Gebot erkannt haben. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes, ein Gott, lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Gebet nach der 5. Lesung)

Während die Vigil in vio­let­ten Para­men­ten gefeiert wird – in der lit­ur­gi­schen Farbe für Buß- und Vor­be­rei­tungs­zei­ten – wird die direkt anschlie­ßen­de Eucha­ri­stie in roten Gewän­dern gefeiert – in der Farbe des Heiligen Geistes.

Wie in der Oster­nacht endet die strenge Zurück­hal­tung der Liturgie mit dem von Glocken­ge­läut beglei­te­ten Gloria. Ab hier hat die Liturgie einen sehr fest­li­chen Cha­rak­ter und lässt noch einmal etwas von der Oster­freu­de auf­schei­nen und von der Freude über das Kommen des Heiligen Geistes.

Wir bitten Dich, all­mäch­ti­ger Gott: Gib, dass der Glanz Deiner Klarheit über uns auf­strah­le, und lass durch die Erleuch­tung des Heiligen Geistes das Licht Deines Lichtes die Herzen all jener bestär­ken, die wie­der­ge­bo­ren wurden durch Deine Gnade. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des­sel­ben Geistes lebt und regiert, ein Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Collecta / Tagesgebet)

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So wie die Oster­zeit begonnen hat – mit einer Vigil­fei­er und fest­li­cher Eucha­ri­stie mit fol­gen­den hohen Fei­er­ta­gen-, so endet sie lit­ur­gisch auch wieder mit einer Vigil­fei­er und fest­li­cher Eucha­ri­stie mit fol­gen­den hohen Feiertagen.

Ich bin dankbar, dass wir in diesem Jahr die Mög­lich­keit hatten, diesen Got­tes­dienst in dieser Weise mit­fei­ern zu können.

Du sendest aus Deinen Odem, so werden sie geschaf­fen, und Du machst neu die Gestalt der Erde. (Offer­to­ri­um)