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Kommentare deaktiviert für Regionalkonvent im Januar 2017 in Bad Godesberg
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Wir haben Seinen Stern gesehen im Mor­gen­lan­de und sind kommen Ihn anzu­be­ten. (Mt 2,2)

Der Ruf, den die Kirche im Advent unab­läs­sig gen Himmel sandte: Komm, komm, Du Mor­gen­son­ne, tröste uns bei Deiner Ankunft — er ist erfüllt, als die Weisen aus dem Orient, welches Wort eine groß­ar­ti­ge Fülle in sich birgt: Mor­gen­land, Son­nen­auf­gang, Neu­be­ginn, unter der Führung des Sterns an der Krippe ankommen und den wahren Mor­gen­stern schauen, der in Ewigkeit nicht unter­geht: Christum, Gottes Sohn, den König und Herr­scher über das All.

So machen auch wir uns jedes Jahr auf den Weg, dem Schein aus der Krippe zu folgen und das Geheim­nis der Erschei­nung des Herrn zu feiern.

Mit allerlei Seg­nun­gen stattet die Kirche die Gläu­bi­gen an diesem Feiertag aus, und so weihte Vater +Martin, der einmal mehr zusammen mit Br. Dominik AAK aus Berlin ange­reist war, zunächst das mit rei­ni­gen­dem Salz ver­setz­te Wasser, segnete dann auch Gold, Weih­rauch und Myrrhe, die Gaben der Weisen aus dem Mor­gen­land, die Kreide, mit welcher der Segen an die Tür­pfo­sten der Gläu­bi­gen gebracht wird, und berei­te­te auch mit duf­ten­dem Chrisam einen neuen Kelch samt Patene für den Dienst an der Eucharistie.

Nach einer Gele­gen­heit zur Beichte hatten wir eine schöne gemein­sa­me Zeit im Gemein­de­haus der Mari­en­for­ster Kirche. Und plötz­lich hatte Vater +Martin als Geschenk eine Bischofs­en­te auf der Hand. Wat dat nich all gift, hab‘ ich da nur gedacht.

In der fei­er­li­chen Bischofs­mes­se zu Epi­pha­ni­as schien von allen Seiten das könig­li­che Geheim­nis Christi auf: Die Festi­ko­ne strahlte golden vom Altare her, das über ihr auf­ge­gan­ge­ne Licht der Kerzen brachte auch das Gewand des Bischofs zum Strahlen, aus dem Westende sangen die Stimmen der Schola in voll­kom­me­ner Harmonie alter latei­ni­scher und neuerer deut­scher Stücke, fast selbst wie Gold flammte auch das Mes­sing­fass mit dem geseg­ne­ten Rauch beim Schwin­gen auf, und in kost­ba­ren Gefäßen wurden uns Brot und Wein zum kost­ba­ren Leib und Blut unseres Herrn Jesu Christi.

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Der Stärkung der Seele folgte die des Leibes. Zum Restau­rant hin kamen wir ja noch ganz gut zu Fuß, aber der Rückweg über­rasch­te uns mit einer plötz­li­chen Rutsch­par­tie auf dem spie­gel­glatt gewor­de­nen Pflaster. Wie die Pinguine schlit­ter­ten unsere Rock­trä­ger zurück zur Kapelle, teils unter­ge­hakt, teils eigene Wege erkun­dend. Und, dem Herrn sei’s gedankt, wohl­be­hal­ten und ohne Schäden konnten wir mit der Komplet den gemein­sa­men Tag beschließen.